Allgemein
Unternehmen kommen in die Schule – Azubisuche von der anderen Seite
„Die Schüler waren top vorbereitet“ lobte ein Ausbilder die Schülerinnen der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel. „Sie waren wirklich interessiert und haben auch eigenen Fragen gestellt.“ Wir gehen oft an Schulen, aber an der Heinrich-Böll-Schule macht es immer wieder viel Freude, unsere Ausbildungsangebote vorzustellen.“ Seit zehn Jahren organisierte Pilot im Projekt „Abenteuer Beruf“ Angebote zur Berufsorientierung und holt regionale Ausbildungsbetriebe in die Schule. Acht Unternehmen und Institutionen aus der Region nutzten die Gelegenheit am TAG DER UNTERNEHMEN, ihre Ausbildungsberufe in einer kurzen Präsentation vorzustellen und beantworten die Fragen der 190 Schülerinnen und Schüler. Das Angebot zur Berufsorientierung wurde in Kooperation zwischen der Heinrich-Böll-Schule und Pilot, der Evangelischen Fachstelle Jugendberufshilfe Hanau organisiert und umgesetzt. Es ist dabei ein Baustein, der die berufliche Orientierung und Berufswahlentscheidung fördert und unterstützt.
So konnten die Jugendlichen Berufe der Deutschen Bahn, die Kfz-Ausbildung bei der Stadt Hanau sowie das Friseurhandwerk vertreten durch Esther-Schäfer Haarmoden kennenlernen. Für die Bäckerinnung waren Bäckermeister Kolb und Bäckermeister Philippi persönlich gekommen. Trotz Bombenfund auf dem Hereaus Gelände standen zwei Auszubildende aus der chemischen sowie der technischen Abteilung mit Ausbildungsleiterin den jungen Menschen Rede und Antwort. Die Firma Dillmann stellte den Landschafts- und Gartenbau vor und gab erste Tipps für den Schulgarten und die Agentur für Arbeit erklärte den meist unbekannten Beruf der Fachangestellten für Arbeitsmarktförderung.
Neben persönlichen Berichten der Azubis konnten sich die jungen Menschen auch anhand von praktischen Übungen einen kurzen Einblick in die Berufe verschaffen. Tipps und Informationen zu beruflichen Anforderungen waren ebenso interessant wie die immer wieder betonten guten Noten im Arbeits- und Sozialverhalten. „Ich habe neue Ausbildungsberufe kennengelernt und ich habe noch eine Idee für das Praktikum“ so der Kommentar einer weiteren Schülerin.
Neben den praktischen Erfahrungen in und mit Unternehmen wird der gesamte Jahrgang neun der HBS durch Pilot- Evangelische Fachstelle Jugendberufshilfe aktiv bei ihrer Berufswahl unterstützt. Wesentlicher Arbeitsansatz im Modellprojekt ist die Vernetzung der Angebote der Berufsberatung, des regionalen Arbeitsmarktes und der kontinuierliche Auf- und Ausbau von Betriebskontakten. Die Lotsenfunktion und die Präsenz vor Ort für die Schülerinnen und Schüler sowie die Zusammenarbeit mit Lehrkräften ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
Gefördert und finanziell unterstützt wird das Projekt durch die Stiftung ProRegion, die Agentur für Arbeit und natürlich dem Evangelischen Kirchenkreis Hanau.
Nähere Informationen über das Projekt und alle Kontaktdaten finden Sie auf der Homepage der Heinrich-Böll-Schule Bruchköbel www.heinrichboellschule.de oder bei Pilot – Evangelische Fachstelle Jugendberufshilfe Hanau, Gustav-Hoch-Straße 10, 63452 Hanau www.pilot-hanau.de.
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Ein Mädchen allein auf der Flucht – Zeitzeugengespräch mit Eva Szepesi
Am 09.03.2023 besuchten die Klasse 10C und 10F Eva Szepesi, eine Holocaust und Auschwitz Überlebende, zu einem Zeitzeugengespräch in Frankfurt. Zunächst las die 91-Jährige aus ihrem Buch ,,Ein Mädchen auf der Flucht‘‘ vor. Wir erfuhren, dass sie in Ungarn aufwuchs und im Alter von 11 Jahren, aufgrund der zunehmenden Judenverfolgung, mit ihrer Tante in die Slowakei flüchten musste. Sie wurde jedoch von den Nationalsozialisten entdeckt und wurde in ein Sammellager nach Sered gebracht. Frau Szepesi berichtete, dass jeden Tag Menschen aufgerufen wurden und mit Viehwaggons weggebracht wurden. Mit dem letzten Waggon wurde sie ebenfalls weggebracht und fand sich Stunden später im Konzentrationslager Auschwitz Birkenau wieder. Sie gab sich dort als 16-Jährige aus und sicherte somit erstmal ihr Leben. Sie war für drei Monate inhaftiert, vom 2. November 1944 bis 27. Januar 1945. Ende Januar 1945 wurde Szepesi nicht auf den Todesmarsch mitgenommen, da sie bereits für tot gehalten wurde, nachdem sie mehr als eine Woche lang ohne Essen und Trinken in der Kälte zwischen Leichen ausgeharrt hatte. Ihr starker Überlebenswillen beruhte darauf, dass sie die Hoffnung hatte, ihre Mutter wieder sehen zu können. Am 27. Januar wurde sie und 400 weitere Menschen aus Auschwitz befreit. Nachdem wir ihre Geschichte erfahren hatten, durften wir ihr Fragen stellen, auf die sie ausführlich antwortete. Wir erfuhren, dass sie erst 2016 anfangen konnte zu trauern, nachdem sie herausfand, dass ihre Mutter sowie ihr Bruder in Auschwitz umgekommen waren. Erst als sie zum 50-jährigen Überlebenden Gedenktag Auschwitzs eingeladen wurde, sprach sie das erste Mal über ihre Erlebnisse in Auschwitz. Daraufhin schrieb sie ihr Buch und fing an, Schulklassen von ihrem Schicksal zu berichten. Sie wollte ihre Vergangenheit nicht länger verdrängen. Wir sind alle sehr dankbar, dass wir die Chance bekommen haben dies zu erleben, da Eva Szepesi eine der letzten lebenden Zeitzeugen ist. Wir sind uns bewusst, dass wir eine der letzten Generationen sind, die die Ehre haben so etwas noch zu erlebt haben zu dürfen.
Von Inga Schäfer und Sophia Röll
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Themenelternabend „Entspannter lernen zu Hause“
Sebastian Durst, Referent der Akademie für Lernpädagogik, hat am Montagabend in einem fachlich fundierten und sehr kurzweiligen Vortrag den über siebzig anwesenden interessierten Eltern Lernstrategien für ihre Kinder für das häusliche Lernen vermittelt. Der Vortrag gliederte sich in die Bereiche Lerntechniken, Konzentration, Motivation und Selbstorganisation. Die anwesenden Eltern wurden aktiv in Konzentrations- und Lerntechnikübungen einbezogen. Zur Vertiefung findet am Wochenende online ein Vertiefungsseminar statt. Organisiert wurde der Themenelternabend von der Schulelternbeirätin, Frau Katrin Dümichen, in Absprache mit der Schulleiterin Christine Georg. Die Rückmeldungen waren so positiv, sodass geplant ist, dass dieser Informationsabend nun alle zwei Jahre für die Eltern der Jahrgangsstufen 5 und 6 stattfinden soll.
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Wandgestaltung im Kunstunterricht
Der Kunstkurs hat unter Leitung von Frau Isabella Hentscher in den letzten Tagen damit begonnen im Eingangsbereich des Hauptgebäudes das Logo der HBS an die Wand zu zeichnen; weitere Wandgestaltungen folgen.
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Lesekistenprojekt der Klasse 5a unter Leitung von Maria Dressler
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