Aus dem Schulalltag
„Woche der Wiederbelebung“: Heinrich-Böll-Schule geht bei der Lebensrettung voran
Wiederbelebungsunterricht an Schulen ist in Hessen verpflichtend – und ein wichtiges Instrument, möglichst viele Menschen für den Notfall zu sensibilisieren. Heinrich-Böll-Schule gehört zu den Pilotschulen. |
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Vom 21. bis 27. September findet bundesweit die „Woche der Wiederbelebung“ statt, um auf die Wichtigkeit von Reanimationsfähigkeiten bei allen Bürgerinnen und Bürgern aufmerksam zu machen. Hessen hat als erstes Land im Schuljahr 2024/2025 verpflichtenden Unterricht in Wiederbelebung für die siebten Klassen eingeführt. An mehr als 560 weiterführenden Schulen haben Schülerinnen und Schüler bereits gelernt, wie sie im Notfall einen Menschen wiederbeleben können. Rund 120.000 Jugendliche im Land werden bis zum Ende des Schuljahres die Fähigkeiten über den Schulunterricht erworben haben. Die Heinrich-Böll-Schule ist eine der Pilotschulen in Hessen. Bildungsminister Armin Schwarz: „Die ‚Woche der Wiederbelebung‘ zeigt, wie wichtig es ist, dass junge Menschen frühzeitig lernen, in einem Notfall richtig zu handeln. Mit unserem Wiederbelebungsunterricht geben wir Schülerinnen und Schülern das Wissen und die Sicherheit mit, im Ernstfall nicht wegzusehen, sondern zuzupacken. Jede und jeder kann Leben retten – das lernen unsere Jugendlichen schon in der siebten Klasse.“ Wiederbelebung wird im Unterricht praktisch geübtIm Rahmen des Biologieunterrichts üben die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Böll-Schule nach der Methode „Prüfen, Rufen, Drücken“ die lebensrettende Herzdruckmassage an Reanimationspuppen. Umgesetzt wird das Programm im Rahmen der Initiative „HERZSICHER“ in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung und der Björn Steiger Stiftung, die die teilnehmenden Schulen mit Reanimationspuppen ausstattet und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte bereitstellt. Dr. Sinann Al Najem, Leiter der Abteilung Prävention und Wiederbelebung der Deutschen Herzstiftung: „HERZSICHER setzt bewusst schon in der Schule an: Wer als Jugendliche oder Jugendlicher in Hessen die Herzdruckmassage übt, handelt im Ernstfall sicherer. So tragen wir dazu bei, die Reanimationsquote unter Ersthelfenden bei einem außerklinischen Herzstillstand nachhaltig zu erhöhen.“ Katerina Malliou, Geschäftsführerin der Initiative „HERZSICHER“ der Björn Steiger Stiftung: „Mit ‚HERZSICHER‘ statten wir die teilnehmenden Schulen in Hessen mit Reanimationspuppen aus und schulen die Lehrkräfte, damit Wiederbelebung fester Bestandteil des Unterrichts wird. Dass inzwischen mehr als 560 Schulen dabei sind und rund 120.000 Jugendliche die lebensrettenden Handgriffe erlernt haben, zeigt, wie wirkungsvoll und erfolgreich dieses Modell ist.“ Schnelles Handeln kann Leben rettenDas Ziel des Unterrichts ist es, junge Menschen in Hessen besser auf den Ernstfall vorzubereiten und so Leben zu retten. Der plötzliche Herztod zählt mit über 65.000 Sterbefällen jährlich zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland, schnelles Handeln von Ersthelferinnen und Ersthelfern kann im Notfall entscheidend sein. |
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Heinrich-Böll-Schule nimmt am Hanauer Stadtlauf teil
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Zeitzeugnisse und Zivilcourage: Jahrgang 10 setzt sich intensiv mit der NS-Zeit auseinander
„Ihr seid die Hoffnung, ich bin sicher, ihr rettet die Welt!“
Zwei Tage lang beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus. Einen besonderen Höhepunkt bildete der Besuch von Erika Rosenberg, der Biografin von Emilie Schindler.
In ihrem Vortrag sprach Erika Rosenberg über die NS-Zeit, Zivilcourage und Rassismus. Dabei vermittelte sie den Jugendlichen wichtige historische Zusammenhänge und regte sie dazu an, über die Verantwortung jedes Einzelnen in gesellschaftlich schwierigen Zeiten nachzudenken.
Im Anschluss an den Vortrag bot Rosenberg einen Workshop an, in dem die Schülerinnen und Schüler mit originalen Dokumenten arbeiteten. Auf diese Weise erhielten sie einen unmittelbaren Einblick in historische Quellen und konnten sich kritisch mit verschiedenen Perspektiven auf die NS-Zeit auseinandersetzen.
Zu den Themen des Workshops gehörten unter anderem das Leben von Emilie und Oskar Schindler, die Entstehungsgeschichte des Films Schindlers Liste, die Biografie eines Mörders sowie Aussagen von Überlebenden. Die unterschiedlichen Materialien machten deutlich, wie vielfältig die Auseinandersetzung mit Geschichte sein kann und wie wichtig es ist, die Erfahrungen der Betroffenen zu bewahren.
Die Begegnung mit Erika Rosenberg und die Arbeit mit den Originaldokumenten ermöglichten den Jugendlichen einen besonders eindringlichen Zugang zum Thema. Die zwei Projekttage boten ihnen die Gelegenheit, historische Ereignisse nicht nur aus dem Unterricht zu kennen, sondern sich intensiv und kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen. Dabei standen auch Fragen nach Zivilcourage, Verantwortung und dem Umgang mit Rassismus in der Gegenwart im Mittelpunkt.
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Projektprüfung 9 der PUSCH-Klasse
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Vortrag zu Emile und Oskar Schindler von der Biografin Prof. Erika Rosenberg für die Jahrgangsstufe 10
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