Heinrich-Böll-Schule
Pestalozzistraße 1
63486 Bruchköbel

Suchtpräventions-Workshops „Will ich vapen?“ an der HBS

Vapes sind E-Zigaretten „to go“, also Einwegprodukte, die nach Gebrauch weggeworfen werden. Sie sehen ein bisschen aus wie ein Textmarker, sind bunt und ihr Dampf ist süß und für Kinder und Jugendliche lecker wie ein Bonbon. Vapes dürfen nicht in die HBS mitgeführt werden.

 

Zur Suchtprävention und Gesundheitsvorsorge konnte an der HBS erneut der Workshop der Deutschen Herzstiftung „Will ich vapen?“ angeboten werden.

Im Dezember und Januar wurde der Workshop in den verschiedenen Religions- und Ethikkursen in Jg. 5 durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler lernten auf interaktive Weise Hintergründe, Risiken und Nebenwirkungen des Vapens kennen, um eine eigene verantwortungsbewusste Entscheidung treffen zu können.

Die Workshops kamen sehr gut an und eine Schülerin brachte die Stimmung in den Kursen gut auf den Punkt: „Vapen? Das tue ich mir nicht an. Da kaufe ich mir lieber echte Heidelbeeren oder Himbeeren im Supermarkt.“

 

Laut einer Studie mit 13-jährigen Kindern im Auftrag der DAK ist die Vape bei Schulkindern mittlerweile die Einstiegsdroge Nummer eins für eine Nikotinsucht.

Demnach sind seit 2023 Vapes in Deutschland das Rauchprodukt, mit dem Kinder und Jugendliche am häufigsten Erfahrungen gemacht haben. Fast jeder und jede Vierte hat schon einmal eine E-Zigarette/Vape probiert (23,5 Prozent). Mindestens einmal im Monat dampfen sieben Prozent der Schulkinder.

Die E-Zigaretten erhöhen nicht nur das Risiko, dass ein Kind später auch klassische Zigaretten raucht. E-Zigaretten/Vapes selbst sind alles andere als harmlos, erklären die Macher der DAK-Studie: „Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass sie viele giftige Substanzen enthalten, die Lungen-, Herzerkrankungen und möglicherweise auch Krebs verursachen können.“ Außerdem enthalten Vapes oft Nikotin.

Nikotin ist ein starkes Suchtmittel. Wenn ein Kind nikotinhaltige Vapes dampft, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es davon süchtig wird. Besonders während der Pubertät ist das Risiko erhöht, eine psychische und körperliche Abhängigkeit von Nikotin zu entwickeln.

Die Flüssigkeit in den Vapes, das sogenannte Liquid, enthält neben Nikotin noch weitere chemische Stoffe, die als giftig und teilweise auch als krebserregend eingestuft werden. Teilweise entstehen sogar lebensgefährliche Situationen. Langfristig scheint das Dampfen auch die Herzgesundheit zu beeinträchtigen: das Risiko einer späteren Herzschwäche steigt um 19 Prozent. Das bedeutet, dass auch der Konsum von nikotinfreien Vapes gesundheitsbedenklich ist.

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein