Heinrich-Böll-Schule
Pestalozzistraße 1
63486 Bruchköbel

Musik – Kunst – Darstellendes Spiel

Schwerpunkt Musik
Die Heinrich-Böll-Schule verfolgt seit Jahren ein Ensemblekonzept der populären Musik, dass die kulturellen Erfahrungen, sowie den musikalischen Daseinshorizont der Lernenden berücksichtig.  Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgängen erarbeiten zu mehreren Terminen im Jahr ein Konzertprogramm, dass als öffentliches Konzert außerhalb der Schule veranstaltet wird. Ziel der Arbeit ist den Entwicklungsprozess der Lernenden hinsichtlich der Bewältigung musikalischer Gebrauchssituationen im Ensemblespiel zu fördern.

Musicus-Projekt                                                                                                                          ^
Das Musicusprojekt ist das musikalische Einstiegsprogramm im 5.  und 6. Jahrgang und ist die schuleigene Umsetzung des Landesprogramm „Zusammenspiel Musik“ an der Heinrich-Böll-Schule. Es richtet sich an alle Kinder, die bereits ein Instrument spielen und solche die damit beginnen möchten. Das Musicus-Projekt ist ein Kooperationsprojekt der Musikschule Nidderau und der Heinrich-Böll-Schule, wobei der Instrumentalunterricht durch die Kräfte der Musikschule erteilt wird und die Ensemblearbeit in den Zuständigkeitsbereich der Heinrich-Böll-Schule fällt.  Instrumentalunterricht wird für Holz- und Blechblasinstrumente, A-Gitarre und E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug/Perkussion, Keyboard sowie Gesang angeboten. Für das Musicus-Projekt veranstaltet die Heinrich-Böll-Schule einer eigenes Projektkonzert, in dem die Ergebnisse aus dem Instrumental- und Ensembleunterricht vorgetragen werden.

Pädagogisches Konzept
Das Modell der Implementierung des erweiterten Musikunterrichts, ist das der Einwahlgruppen – Schüler und Schülerinnen aus einem ganzen Jahrgang können sich in einen erweiterten Musikkurs einwählen, bei gleichzeitigem Fortbestand des Regelmusikunterrichts. Mit dem Dualismus aus Regelmusikunterricht und erweitertem Musikunterricht wird zum einen den ambitionierten Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen und zum andern stehen diese Lernenden weiterhin dem Regelmusikunterricht zur Verfügung. Hierdurch kommt es zu einem Stimulationseffekt, von dem die Lernenden ohne musikalische Vorerfahrung aus den Regelmusikklassen profitieren, weil Mitglieder des erweiterten Musikunterrichts die tragenden Säulen, z.B. beim Klassenmusizieren übernehmen und so elementares musikalisches Lernen durch Musikausübung für alle ermöglicht wird. Aus diesem Grund hat sich die Heinrich-Böll- Schule für das Modell der Einwahlgruppen entschieden, weil die Zweiheit aus Regelmusikunterricht und erweitertem Musikunterricht eine ideale Lerngruppenzusammensetzung schafft und zu jenem heterogenen Mix geführt hat, der in allen Kursen ein gutes Lernniveau ermöglicht. Somit können auch musiktheoretische Lerngegenstände in Handlungserfahrungen integriert werden und die vielerorts kritisierte Trennung solcher Wissensbestände von der Erlebniswelt der Schülerinnen und Schüler überwunden werden.

AG’s und Bands
Nach dem Musicus-Projekt in Jahrgang 5 und 6 werden in den Jahrgangsstufen 7, 8, 9 und 10 Jahrgangsbands angeboten – Schülerinnen und Schüler des jeweiligen Jahrgangs finden sich einmal in der Woche zusammen und erarbeiten Beiträge für die großen Jahreskonzerte.
Diese fakultativen Bandangebote werden durch Klassenensembles aus dem Bereich der Ästhetischen-Bildung in Jahrgang 9 und 10 ergänzt, mithin in ausreichender Zahl Werke zur Aufführung bereitstehen. Eine Besonderheit sind zusätzliche Ensembles aus ehemaligen Schülerinnen und Schüler sowie Lernende aus dem benachbarten Oberstufengymnasium, womit das Repertoire durch einen weiteren Baustein abgerundet wird.
Für Schülerinnen und Schüler die es verpasst haben sich zu Beginn des 5. Jahrgangs in das Musicus-Projekt einzuwählen, aber trotzdem mit dem Instrumentalspiel beginnen möchten, gibt es das „Seiteneinsteigerprogramm“. Schülerinnen und Schüler werden in einem gemischten Gruppeninstrumentalunterricht an den traditionellen Bandinstrumenten unterrichtet, mit der Möglichkeit diese Schülerinnen und Schüler in den fakultativen Bandangeboten weiterzuführen.

Ausstattung und Räumlichkeiten
Für die Durchführung des Musikprojekts kann die Heinrich-Böll-Schule, als Ganztagsschule in offener Konzeption (im Profil 2) ein entsprechendes Raum- und Flächenangebot nachweisen. Es stehen genügend Übungsräume für den nachmittäglichen Instrumentalunterricht bereit, ebenso verfügt der Musikfachbereich über vier Ensembleräume mit guter Sachausstattung – in allen Räumen stehen in ausreichender Zahl Instrumente nebst Beschallungstechnik und Peripherie bereit. Desgleichen können in der schuleigenen Aula Konzerte durchgeführt werden. Für größere Konzerte stellt uns die Stadt Bruchköbel ihre Liegenschaften zur Verfügung, für das wir mit dem Förderverein der Schule eine entsprechende Audiotechnik angeschafft haben. Ein ortsansässiger Logistiker unterstützt beim Transport des Equipments.

Pädagogisches Personal
Derzeit arbeiten drei hauptamtliche Musiklehrer an der Schule, die durch zwei Kolleginnen und Kollegen unterstützt werden, die Musik fachfremd unterrichten. Hinzu kommen fünf weitere Lehrkräfte der Musikschule für den Instrumental- und Gesangsunterricht.

Musikalische Bildung an der Heinrich-Böll-Schule

Jahrgangstufe

Regel-
musikunterricht

Ensembleunterricht

Instrumental-unterricht

 

Klasse 4/5

Infoabend der HBS mit Informationen zum Musicus-Projekt für interessierte Eltern sowie 
„Schnuppertage“ am Anfang des Schuljahres mit Vorstellung des Projekts und Probeunterricht.

 

Klasse 5

2 Std. im Plan

1 Std. im Plan

1 Std. pro Woche in Kleingruppen

 

Klasse 6

2 Std. im Plan

1 Std. im Plan

1 Std. pro Woche in Kleingruppen

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Klasse 7

Kein Regel-
Musikunterricht

1 Std. Band I (AG)

Fakultativ
Instrumentalunterricht

Klasse 8

2 Std. im Plan

1  Std. Band II (AG)

Fakultativ
Instrumentalunterricht

Klasse 9

2 Std. im Plan
Ästhetische
Bildung

1  Std. Band III (AG)

Fakultativ
Instrumentalunterricht

Klasse 10

2 Std. im Plan
Ästhetische
Bildung

1  Std. Band IV (AG)

Fakultativ
Instrumentalunterricht

Ab Jahrgangs-stufe 11

Projektbezogene
Proben

Kooperationsprojekt mit ehemaligen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrenden der HBS

Fakultativ
Instrumentalunterricht

 

 

Die Heinrich-Böll-Schule ist im Schuljahr 2023/24 erneut zur Schule mit dem Schwerpunkt Musik ausgezeichnet worden. Hier ein kleiner Einblick: