hr-Sinfoniker in der HBS
Sinfonie-Orchester in der Schule
Dem Fachbereich Musik ist es gelungen, das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks an unsere Schule zu holen. Unsere Bewerbung war erfolgreich und die Heinrich-Böll-Schule war eine von acht, die vom HR ausgewählt wurden. Das Ereignis wurde im hr-Fernsehen, im Rundfunk und in verschiedenen Zeitungsartikeln angekündigt.Nachfolgend haben wir Bilder und Presseberichte zusammengestellt. Hier zunächst ein kurzer Bericht ...
Klassik vom Feinsten!
Da werden Turnhallen zum Konzertsaal: Für ca. 430 Kinder der 5. und 6. Klassen der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel gab es am Mittwoch, 14. Januar, eine außergewöhnliche musikalische Begegnung: 40 Musikerinnen und Musiker des hr-Sinfonieorchesters präsentierten für die Schülerinnen und Schüler ein klassisches Konzert. Die Musiker spielten mitreißende Werke quer durch die Musikgeschichte von Bach über Beethoven bis Kabalewski. Die Leitung hatte der junge Dirigent Krzysztof Urbański. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Bernd Herchenröther brachte das Orchester das Programm der diesjährigen Hessen-Schultour zu Gehör:
Georg Friedrich Händel: Concerto grosso a-Moll op. 6 Nr. 4
Ludwig van Beethoven: 8. Sinfonie - 1. Satz
Felix Mendelssohn Bartholdy: 4. Sinfonie - 4. Satz „Saltarello Presto“
Edvard Grieg: 1. Peer Gynt Suite – Morgenstimmung
Georges Bizet: 1. Carmen-Suite - Nr. 1a (Aragonaise) und Nr. 5 (Les Toréa-dors)
Antonín Dvorák: Slawischer Tanz op. 46 Nr. 4
Dmitrij Kabalewskij: Die Komödianten - Galopp der Komödianten
In den Spielpausen stellten die Schülerinnen und Schüler unter der Moderation von Karmen Mikovic vom Kultursender hr2 den Musikerinnen und Musikern viele zum Teil originelle Fragen. Neben den erwarteten Fragen („Wie lange spielen Sie schon? In welchen Ländern ist das Orchester aufgetreten? Muss man täglich üben?“) interessierte sich ein Schüler dafür, warum der Dirigent manchmal so böse schaut. Gar nicht böse sondern fröhlich lachend erklärte dieser, dass man dem Orchester auch mit dem Gesichtsausdruck die Stimmung der Musik vermittelt. Und da gibt es eben auch düstere Stellen.
Die Kinder hörten dem Konzert sichtlich beeindruckt und konzentriert zu. Begeistert applaudierten sie den Musikern, und diese Begeisterung war auch in den anschließenden Schulhofgesprächen der Schülerinnen und Schüler deutlich zu spüren.
Die Hessen-Schultour ist ein Projekt des hr-Sinfonieorchesters in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Musik und Schule“.
S.Knaf
Die Bilder des Konzerts
| Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen. |
Das Konzert in der Presse
Die Ankündigung im Hanauer Anzeiger zum Vergrößern anklicken
Der Konzertbericht im Hanauer Anzeiger vom 17.1.09 zum Vergrößern anklicken
Die Zeitungstexte zum Nachlesen
Hanauer Anzeiger vom 28.12.2008:
Beethoven statt Bushido
HR-Sinfonie-Orchester macht in zwei Bruchköbeler Schulen Turnhallen zu Konzertsälen
Musik ist etwas besonders Tolles, wenn man den Geigern, Flötistinnen und Klarinettisten bei der Arbeit zuschauen kann. Dazu haben die Kinder zweier Bruchköbeler Schulen am Mittwoch kommender Woche Gelegenheit. Am Mittwoch, 14. Januar, gastiert nämlich das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks in den Schulen und gibt den Kindern Gelegenheit, die Musiker hautnah zu erleben und ihnen Löcher in den Bauch zu fragen.
Wenn in der Heinrich-Böll- und der Frida-Kahlo-Schule die Turnhallen zum Konzertsaal werden, präsentieren 40 Musiker des hr-Sinfonieorchesters den Kindern jeweils ein klassisches Konzert. Sie spielen mitreißende Werke quer durch die Musikgeschichte von Bach über Beethoven bis Kabalewski. Dabei reicht der junge Dirigent, Krzysztof Urbanski, Frack und Taktstock vielleicht auch an einen Mutigen aus den Zuhörerreihen weiter. Die HR2-Modera-torin Karmen Mikovic bringt Schüler und Musiker ins Gespräch und nimmt alle mit auf diese Reise in die Welt der klassischen Musik.
Die Idee, die hinter der zum zweiten Mal unternommenen Schultour durch Hessen steckt, ist laut Koordinatorin Iris Gast vom Hessischen Rundfunk der Wunsch, nicht nur Kindern in Frankfurt die Musik näher zu bringen. Kinder in ganz Hessen sollen erleben können, wie sich klassische Musik anfühlt, wie sie entsteht und welche Gefühle sie auslöst. Durch die Moderation werden die Kids mit Informationen versorgt, die ihnen den Zugang zur Musik erleichtern. Nach den rund halbstündigen Konzerten können die Mädchen und Jungen anschließend dann alles das fragen, was sie schon immer einmal wissen wollten: Wie lange man proben muss, bis man fit ist für einen Auftritt, was ein Musiker verdient und ob eine Geigerin lange Fingernägel haben kann.
In dem Konzert werden die Mädchen und Jungen in die Welt der Sinfonien entführt und erleben, was ein Concerto grosso bei Beethoven und Mendelssohn bedeutet. Außerdem sollen sie hören, wie sinfonische Dichtungen ermöglichen, Gefühle, Stimmungen und die Natur durch Töne und Melodien zu zeichnen.
Am Mittwoch, 14. Januar, spielt das Orchester um 9 Uhr in der Heinrich-Böll-Schule, Pestalozzistraße 1, in Bruchköbel, um 11.30 Uhr dann in der Frida-Kahlo-Schule, Am Atzeisgraben 1. Auf dem Programm steht eine Auswahl aus dem Gesamtverzeichnis der Hessen-Schultour. Dazu gehören Händeis Concerto grosso a-Moll. opus 6 Nr. 4, Ludwig van Beethovens Achte Sinfonie (1. Satz), Felix Mendelssohn Bartholdys Vierte Sinfonie (4. Satz), Edvard Griegs Morgenstimmung aus der Peer Gynt Suite. Außerdem Auszüge aus Georges Bi-zets Carmen-Suite, aus Dvo-räks Slawischem Tanz und Dmitrij Kabalewskijs Die Komödianten.
Im letzten Jahr fand erstmals die Hessen-Schultour statt. Sie wurde ein so großer Erfolg, dass die Neuauflage in diesem Jahr folgt. Acht Schulen wurden unter 30 Bewerbern aus ganz Hessen ausgewählt, verrät Iris Gast. Dabei sind alle Schultypen vertreten: Gymnasien in Frankenberg ebenso wie eine Berufsschule in Frankfurt; Gesamtschulen in Bruchköbel, Reichelsheim und Lollar wie Grundschulen in Pohlheim und Vöhl bis zur Frida-Kahlo-Schule für Praktisch Bildbare mit Abteilung für Körperbehinderte in Bruchköbel.
Die Hessen-Schultour ist ein Projekt des hr-Sinfonieorchesters in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Musik und Schule". Das in Kooperation von HRund Hessischem Kultusministerium betreute Netzwerk begleitet mit vorbereitenden Unterrichtsmaterialien den Besuch der Jungen Konzerte, organisiert für Schulklassen Probenbesuche beim hr-Sinfonieorchester und ermöglicht unter anderem auch den Besuch von hr-Musikern im Musikunterricht. Kontakt: musik-und-schule@hr-online.de. (ju) www.hr-sinfonieorchester.de
Hanauer Anzeiger vom 17.1.2009 (gekürzt):
Schülern nicht nur Flötentöne beigebracht
Dvorak statt Amy Winehouse: HR-Sinfonieorchester macht Turnhalle und Aula zum Konzertsaal
Bruchköbel (ju). Konditionstraining und Sprünge über den Kasten waren in der Turnhalle tabu. Statt des ganzen Körpers wurden an diesem besonderen Tag nur die Ohren trainiert: In der Bruchköbeler Heinrich-Böll- und wenig später auch in der Frida-Kahlo-Schule hieß es für die Schüler, Ohren spitzen. 40 Musiker des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks waren zu Gast und boten den jugendlichen Hörern Klassik vom Feinsten.
Im Rahmen der „Hessen-Schultour" besucht das Orchester dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Musik und Schule" acht Stationen in ganz Hessen, darunter auch die Integrierte Gesamtschule und die Schule für praktisch Bildbare. Ziel der Aktion ist, so HR-Pressesprecherin Iris Gast, auch diejenigen Jugendlichen an die klassische Musik heranzuführen und ihnen Einblicke in die Welt eines Orchesters zu ermöglichen, die nicht nahe beim Hessischen Rundfunk ansässig sind. Mit Schulen aus Frankfurt und Umgebung gebe es eine Reihe, bei der die Schüler das Orchester besuchten. Hier sei es eben umgekehrt. Die Mädchen und Jungen sollen erleben, dass neben Bushido oder Amy Winehouse auch Beethoven oder Dvorak Spaß machen. Und sie sollen zudem erfahren, welche Klänge einem Instrument entlockt werden können und welchen Spaß das macht. Genau das vermittelten die 40 Orchestermusiker unter Leitung des 26-jährigen polnischen Dirigenten Krzysztof Urbánski. Schon um 7.45 Uhr fuhren die Lastwagen mit den Instrumenten vor der Heinrich-Böll-Schule vor. Eine ganze Klasse (die 6g, Anmerkg. von Herrn Knaf) kümmerte sieh um den Aufbau in der Turnhalle. Bis dann alle 430 Schüler der fünften und sechsten Klassen in der Turnhalle Platz genommen hatten, verging einige Zeit. Doch dann hatten die Musiker ihre heUe Freude. Während des 45-minütigen Konzerts waren die Kinder so ruhig, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören.
Dass die Kinder so andächtig lauschten, lag möglicherweise auch der kurzen Einführung von Schulleiter Bernd Herchenröther. Er hatte ihnen davon berichtet, was Musik bewegen kann und ihnen vom west-östlichen Divan erzählt, einem nach Goethes Gedichtzyklus benanntes Musikprojekt des Dirigenten Barenboim. Dieser brachte israelische und palästinensische Musiker in einem gemeinsamen Orchester zusammen und leistet auf diese Weise seinen Beitrag zur Völkerverständigung.
Gefühle kann man hören
In den Spielpausen und nach dem Konzert wollten die Kinder vieles wissen. Etwa, weshalb der Dirigent „oft so böse guckt". Lachend erklärte Krzysztof Urbanski, dass der Dirigent mit seiner Mimik die Stimmung der Musik vermittele. Und die sei nun mal häufig ernst oder getragen. Dass es auch andere Beispiele gibt, erlebten die Kinder bei dem Stück „Galopp der Komödianten" des russischen Komponisten Dmitrij Kabalewskij. Hier waren Tempo und lachende Gesichter angesagt. (...) Von Händel über Beethoven bis hin zu Mendelssohn Bartholdy und Bizet reichte das von den Musikern vorgestellte Programm, das von Karin Mikovic moderiert wurde. Sie regte die jungen Zuhörer an, sich eigene Bilder und Stimmungen auszumalen. (...)
Dass die Schulen an diesem Projekt teilnehmen konnten, ist an der Frida-Kahlo-Schule den beiden Förderschullehrerinnen Karin Spenkoch und Ulrike Vogt, an der Heinrich-Böll-Schule Lehrer Stephan Knaf zu verdanken. Sie waren auf die Aktion des Hessischen Rundfunks aufmerksam geworden und hatten eine Bewerbung ihrer Schulen an den Sender geschickt.
Beim Konzert lernten die Kinder auch einiges für den „Ernstfall": Applaudieren kann man während eines Konzertes nicht immer dann, wenn man eine Stelle besonders gelungen findet. So lange der Dirigent die Arme oben hat, ist das Konzert noch nicht zu Ende. Aller Anfang ist eben schwer. www.hr-online.de



