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Hoher Besuch aus Nicaragua in der Heinrich-Böll-Sc

Hoher Besuch aus Nicaragua in der HBS

Am 11.Oktober besuchte die Botschafterin Nicaraguas, Frau Karla Luzetta Beteta Brenes, zusammen mit der Honorarkonsulin in Frankfurt, Frau Martha Buhl, die Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel. Voller Spannung erwartete Rektor Ernst Münz die Gäste. Anwesend waren noch der Vertreter des Staatlichen Schulamtes in Hanau, Erich Schleßmann, weitere Kollegen, die ehemaligen Lehrer Wulf Hilbig und Wolfram Krause, die die Schulpartnerschaft mit Diriamba 1987 ins Leben gerufen hatten, die Leiterin des benachbarten Lichtenberg-Oberstufen-Gymnasiums, sowie Schüler der Nicaragua-AG, die durch Kuchenverkauf und Flaschensammelaktionen die Reisen nach Nicaragua mit unterstützen. Die Schulpartnerschaft mit Diriamba in Nicaragua ist die älteste und intensivste Schulpartnerschaft der HBS. Frau Brenes hob die Bedeutung der Personenkontinuität hervor, denn Herr Hilbig und Herr Krause kümmern sich noch heute rührend um die Gäste aus Nicaragua, meist 6 Schüler und 2 Lehrer, die in deutschen Gastfamilien betreut werden. Wie Martin Bornhardt, Leiter der Nicaragua-AG an der Schule, berichtete, werden die Reisen aus Nicaragua vor allem von „Brot für die Welt“ der evangelischen Kirche finanziert, denn die Menschen in Diriamba sind meist sehr arm und können sich die Flüge nach Deutschland nicht leisten. Finanzielle Unterstützung erfolgt auch durch den Main-Kinzig-Kreis, die Stadt Bruchköbel, die Kirchen, den Fördervereinen der Heinrich-Böll-Schule und des Lichtenberg-Obertsufen-Gymnaisums, die Bürgerstiftung Hanau Stadt und Land der Sparkasse und das Hessische Kultusministerium. Herr Hilbig und Herr Krause berichteten über deutsch-nicaraguanische Freundschaften, die nun schon seit Jahrzehnten bestehen; zudem gibt es einen Stipendienfonds, durch den bereits 80 junge Menschen aus Diriamba während ihres Studiums unterstützt werden konnten, so dass sie ihr Studium erfolgreich abschließen konnten. Weitere 17 ehemalige Schülerinnen und Schüler der nicaraguanischen Partnerschule befinden sich momentan im Studium und werden durch den Stipendienfonds gefördert. Die Nachhaltigkeit dieses Projektes beeindruckte auch die Botschafterin, die klar stellte, dass Kinder aus Nicaragua gerne in die Schule gehen. Sie betonte die Kreativität der Kinder, denn Nicaragua sei ein Land der Poeten und Künstler. Sie lobte die Bereitschaft der Schüler aus Bruchköbel, durch ihre Reisen die Familien in Diriamba als Bürger der Welt anzuerkennen. Botschafterin Brenes war als Schülerin selbst bei Austauschfahren nach Deutschland dabei gewesen und konnte so die Bedeutung des Kennenlernens anderer Kulturen hervorheben. Respekt und Toleranz, durch die Jugend erlebt, sind unabdingbar für Völkerverständigung und Frieden.

Veränderungen gerade in der Technik erleichtern das heutige Reisen immens. War es in den 80-er Jahren fast noch unmöglich, zuhause in Bruchköbel anzurufen, so gehen die Jugendlichen in Nicaragua heute wie selbstverständlich mit dem Internet oder What`sApp um. Gewöhnungsbedürftig jedoch für die Schüler aus Deutschland waren die sanitären Anlagen, die ein Duschen nach Belieben nicht möglich machten: „Wir mussten uns entscheiden, entweder noch ein bisschen zu duschen oder doch später nochmal auf die Toilette zu gehen“, berichtete ein Schüler, der die Reise nach Diriamba miterleben durfte. Die Trinkwasserversorgung ist besonders in den schnell wachsenden Städten wie Diriamba ein größeres Problem in Nicaragua. Bevor Rektor Münz seinen Gästen die Schule zeigte, überreichte er der Botschafterin und der Konsulin ein Buch über Bruchköbel. Im Gegenzug dazu erhielt er nicaraguanischen Kaffee, der – so die Botschafterin Brenes – zu den besten der Welt gehört. Im nächsten Jahr, wenn das 30-jährige Bestehen der Schulpartnerschaft zwischen Bruchköbel und Diriamba gefeiert wird, will die Botschafterin die HBS wieder besuchen.